21. Mai 2026
Sera AI und der neue MCP-Server: Was sich in Xurrent verändert
Am 15. Mai 2026 hat Xurrent angekündigt, dass der hauseigene MCP-Server allgemein verfügbar ist. Jede Xurrent-Installation lässt sich damit an Claude Desktop, Microsoft Copilot Studio, Cursor oder eigene KI-Agenten anbinden. Aus Sicht eines Xurrent-Implementierungspartners ist das ein Architektur-Schritt mit Konsequenzen für jede ITSM-Strategie — und ein guter Anlass, die KI-Landschaft in Xurrent geordnet anzuschauen.
Sera AI: KI als Bestandteil der Plattform
Unter dem Dach Sera AI bündelt Xurrent seine KI-Funktionen, ohne separate Lizenzierung und in allen Plänen enthalten. Nach Herstellerangaben nutzen bereits 91 Prozent der Xurrent-Kunden Sera AI produktiv.
Auch wir bei ITConcepts sehen, breit im Einsatz sind Auto Anfrage Klassifizierung, Anfrage Zusammenfassung, Knowledge Artikel Inhaltsverbesserung, der Automation Builder, die Auto-Translation in über 57 Sprachen sowie Sera AI im Self-Service.
Bis im Juni 2026 sollen drei weitere Bausteine dazu kommen. Sera AI Assist ergänzt die Spezialisten-Ansicht um ein Konversations-Panel, welches Tickets zusammenfasst, ähnliche Requests anzeigt und CI-Informationen zur Verfügung stellt – ohne Interface-Wechsel.

Sera AI Studio bringt die Konfiguration von neuen KI Features in die Plattform: Inklusive Agent Konfiguration im Markdown Format sowie Golden Set und Scoring für die Anfragevorlagen.

Weiter kommen mit Sera AI Agents, Agentic Features mit Team-Zuweisung, Rollen, Skills und konfigurierbaren Konfidenz-Schwellen je Skill. Tönt nach Security Problemen? Ist es jedoch nicht, denn jegliche Write/Edit Vorgänge bleiben dabei durchgehend UI-gestützt: Der Agent bereitet vor, die zuständige Person prüft und gibt frei.

Model Context Protocol: Der Standard kommt im ITSM an
Das Model Context Protocol (MCP) ist ein offener Standard, der KI-Anwendungen mit externen Tools und Datenquellen verbindet. Anthropic beschreibt es als „USB-C für KI-Applikationen”. Eingeführt im November 2024, im März 2025 von OpenAI übernommen, seit Dezember 2025 unter dem Dach der Agentic AI Foundation vereint. Technisch löst MCP das N×M-Problem: Ein Server pro Backend genügt, um beliebig viele KI Clients anzubinden.
Der Xurrent MCP-Server
Mit dem MCP Server stellt Xurrent in einer ersten Phase 16 Tools für Service Operations bereit — von Inbox-Zugriff und Knowledge-Base-Suche über Anfragevorlagen bis hin zur Service-Verfügbarkeit. Ergänzend gibt es einen separaten MCP-Server für IMR. Die Einrichtung erfolgt pro Benutzer über einen Personal Access Token.
Zwei Eigenschaften sind aus Sicherheitsperspektive entscheidend. Erstens: Schreibvorgänge sind Deep-Link-basiert. Tools wie prepare_request legen keinen Record an, sondern liefern vorbereitete Properties plus einen Link in die Xurrent-UI zur menschlichen Bestätigung. Der Approval-Workflow wird nicht umgangen, sondern aktiv eingebunden. Zweitens: Jeder MCP-Tool-Aufruf wird im Xurrent-Aktivitätslog protokolliert. Externe KI-Agenten erben damit dieselbe Policy- und Audit-Layer wie native Xurrent-Komponenten.
Wie wir das in Microsoft Teams umgesetzt haben
Wir haben den neuen MCP-Server in einem konkreten Showcase erprobt: einem Microsoft-Teams-Bot, der Zugang zu Xurrent direkt im täglichen Chat-Werkzeug ermöglicht. In diesem Fall wird das Ganze durch das LLM Claude Opus orchestriert. Wie bereits erwähnt überlässt Xurrent hier die Modellwahl dem Anwendenden.
Wie das genau aufgebaut ist und welche «Lessons Learned» wir mitnehmen — dazu folgt in Kürze ein zweiter Beitrag, inklusive Architektur-Diagramm und Live-Demonstration.
Wie immer steht Ihnen ITConcepts als verlässlicher Partner für jeglichen Austausch zu diesen Themen zur Verfügung.
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Dario Soldera
Head of new Technologies